Das spricht für uns. 5 Fragen an...
Tobias Müller, Lehrkraft für Klavier, Gitarre und Musikalische Früherziehung.
Was ist deine schönste Erinnerung an das Klavierspielen?
Tatsächlich sind es drei Wettbewerbs- bzw. Auftrittssituationen, die mir in guter Erinnerung geblieben sind:
Erstens: die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie „Klavier zu vier Händen“ als ich selbst noch Schüler der Musikschule war.
Zweitens: ein sehr gelungenes öffentliches Klassenvorspiel ungefähr in der Mitte meines Studiums, welches ich auf einem hervorragenden Steinway-Konzertflügel bestreiten durfte.
Drittens: ebenfalls im Studium – meine Abschlussprüfung im Schulpraktischen Klavierspiel.
Was fasziniert dich bis heute am Klavier? Was macht für dich den Zauber dieses Instruments aus?
Das Klavier ist vielseitig einsetzbar, farbenreich, formschön und klangvoll. Klassik, Pop, Jazz, Filmmusik – alles ist möglich. Es kann als Solo- oder Begleitinstrument verwendet werden und ist aus aktueller und vergangener Musik nicht wegzudenken. Auch die handwerkliche Kunstfertigkeit beim Bau oder bei der Restaurierung des Instruments faszinieren mich.
Was ist dir im Unterricht mit deinen Schüler/innen am wichtigsten?
Ich möchte Musik als ganzheitliche ästhetische Erfahrung und Ausdrucksform vermitteln. Dabei ist eine gute Technik genauso wichtig wie das Verständnis für musikalische Zusammenhänge. Die Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und die Schüler/innen individuell zu fördern ist mein Ziel. Dabei soll die Freude am Musizieren im Vordergrund stehen.
Unterrichtest du am liebsten eine bestimmte Altersgruppe (Kinder, Jugendliche, Erwachsene) und wenn ja, warum? Was ist dabei deine besondere Herangehensweise?
Jede Altersgruppe hat seine Besonderheiten und alle unterrichte ich gern. An den Kindern schätze ich ihre Intuition und Unvoreingenommenheit gegenüber Musik. Jugendliche haben oft schon klare Vorstellungen und Ideen, bei deren Umsetzung ich ihnen helfen will. Erwachsene freuen sich schon über kleine Erfolge und an den Senioren finde ich bewundernswert, im Alter noch musikalisch aktiv zu bleiben.
Warum ist der Unterricht an einer Musikschule mit qualifizierten Lehrkräften deiner Meinung nach wertvoller als ein YouTube-Tutorial oder ein preiswerter Gelegenheitslehrer?
Zunächst einmal gibt es fantastische YouTube-Tutorials, die man ergänzend zum Unterricht heranziehen kann. Ein erfolgreicher Unterricht beruht aber neben anderen Faktoren vor allem auf einer guten Lehrer-Schüler-Beziehung. Qualifizierte Lehrkräfte erkennen die Fähigkeiten und das Potenzial ihrer Schüler/innen, formulieren Ziele, entwickeln Strategien, arbeiten methodisch variabel und mit pädagogischem Geschick. Eine Schülerin von mir wollte sich das Gitarrespielen zunächst mit einer App beibringen, hat dann aber schnell festgestellt, dass sie durch die persönliche Betreuung im Unterricht bessere Fortschritte erzielt und mehr Spaß am Musizieren hat. Die Möglichkeit zum Ensemble-Spiel sowie die Vernetzung mit anderen Lehrenden und Lernenden kann ein YouTube-Tutorial auch nicht bieten.
Vielen Dank.
Bild zur Meldung: Das spricht uns an. 5 Fragen an Tobias Müller. Foto: Carolin Müller






